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Einblicke in das Leben in Palästina

Palästinensische Christin Hiam Abu Dayeh sprach im Maximilian-Kolbe-Haus in Alzenau

Alzenau (POW) Wie geht es den Menschen in Palästina im Augenblick und dort der christlichen Minderheit? Einblicke in das Leben im Westjordanland hat am Mittwoch, 3. Dezember, im Maximilian-Kolbe-Haus in Alzenau auf Einladung des Weltladens Alzenau Hiam Abu Dayeh, lutherische Christin und Palästinenserin aus Beit Schala nahe Betlehem im Westjordanland, gegeben, teilt der Weltladen mit.

Abu Dayeh ist ausgebildete Reiseführerin und hat bereits zahlreiche Gruppen aus Deutschland durch ihre Heimat begleitet. Seit dem Überfall der Hamas auf Israel und dem anschließenden Gazakrieg habe sich die Lage in der Region jedoch drastisch verschärft: Reisegruppen kämen nicht mehr, stattdessen herrschten Angst, Unsicherheit und Unterdrückung.

Mit eindrucksvollen Bildern und persönlichen Berichten gab Abu Dayeh den über 50 Besucherinnen und Besuchern aus der Region Einblicke in ihren Alltag. Besonders eindrücklich schilderte sie die Erfahrungen an den zahlreichen, teils mobilen Checkpoints, die selbst einfache Familienbesuche zu tagelangen Unternehmungen machen könnten, obwohl die eigentliche Strecke in rund zwei Stunden zu bewältigen wäre.

Immer wieder betonte sie, wie gut es den Menschen in Deutschland gehe und wie schwierig die Situation insbesondere für palästinensische Christinnen und Christen in der Westbank derzeit sei. Ihre Hoffnung setzt Abu Dayeh auf Verständigung – Schritte, die oft klein seien, aber dennoch Wirkung zeigten. Die Lage im Gazastreifen beschrieb sie als eine tiefe Vernachlässigung der dort lebenden Menschen, als ein Aberkennen ihrer Würde und als ein Wegschauen eines Großteils der Weltgemeinschaft.

Mit ihrer Reise durch Deutschland unterstützt Abu Dayeh die Olivenholzschnitzer ihrer Heimat, deren Einkommen durch den ausbleibenden Tourismus vollständig eingebrochen sei, sowie die Einrichtung „Abrahams Zelt“, ein Friedensprojekt in Beit Schala, in dem christliche und muslimische Kinder nachmittags gemeinsam betreut werden.

Walter Lang vom Vorstand des Vereins Weltladen Alzenau hatte den Kontakt über eine Kollegin hergestellt. Der Weltladen bietet in seinem Ladengeschäft in der Hanauer Straße zahlreiche Olivenholzschnitzereien an. Am Ende des Abends dankte Lang für das „Zeugnis der Hoffnung“, das Abu Dayeh mit nach Deutschland gebracht habe, und wünschte allen Anwesenden eine gesegnete Adventszeit – sowie in diesem Jahr besondere Sensibilität beim Hören der Weihnachtsgeschichte, insbesondere bei der Ortsangabe „Betlehem“.

(5025/1271; E-Mail voraus)

Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet  

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