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Gemeinsam in eine gute Zukunft gehen

Mbinga-Reise von Weihbischof Paul Reder
Weihbischof Reder diskutiert mit Priestern der Diözese Mbinga – Zahl der Pfarreien im Partnerbistum wächst stetig – Wichtige Rolle der kleinen christlichen Gemeinschaften vor Ort

Mbinga (POW) „The Pearl of Partnership“ – „Die Perle der Partnerschaft“ steht auf einem großen Banner bei der Emmanuel Square Hall, einem Versammlungsraum in Mbinga. Hier traf Weihbischof Paul Reder am Mittwoch, 5. August, den Priesterrat der tansanischen Partnerdiözese, um sich mit den Priestern über die Bedeutung von Synodalität für die Kirche auszutauschen, vom Synodalen Weg in Deutschland zu berichten und mehr über das Partnerbistum zu erfahren. Das synodale Prinzip des Aufeinander-Hörens im Heiligen Geist und des Miteinander-Unterwegsseins helfe, den „kulturellen und religiösen Reichtum“ zu schätzen, den die Kirchen Afrikas auf diesem Weg beitragen können“, sagte der Weihbischof.

Im Gespräch informierten die Priester den Weihbischof über die Situation im Partnerbistum. Derzeit gebe es insgesamt 82 Priester, davon seien 70 Diözesanpriester und zwölf Ordenspriester. Aktuell arbeiteten 55 in der Diözese Mbinga, die übrigen hätten Aufgaben außerhalb, beispielsweise weiterführende Studien oder pastorale Dienste in einer anderen Diözese. Zum Vergleich: Im Bistum Würzburg gibt es laut Statistik 241 aktive Welt- und Ordenspriester (Stand 2026). Zweimal im Jahr tausche sich der Diözesanklerus zu Aspekten der Spiritualität, der Pastoral und zu wirtschaftlichen Themen aus.

Mit fast 500.000 Gläubigen stellen die Katholiken die größte Gruppe dar (Bistum Würzburg: 610.548). Die Zahl der Pfarreien im Partnerbistum wachse stetig. Waren es zum Amtsantritt von Bischof John C. Ndimbo 26 Pfarreien, sei diese Zahl mittlerweile auf 40 gewachsen, und zehn weitere Pfarreigründungen seien geplant. Die Gründung einer Pfarrei geschehe in enger Abstimmung mit den Gläubigen und Verantwortlichen vor Ort, erfuhr der Weihbischof. Es gehe dabei nicht nur um den Bau einer Kirche, sondern auch um die Frage, wie sich die Pastoral und der Pfarrer finanzieren. Die Pfarreien müssten sich dauerhaft selbst tragen, berichtet der Weihbischof: „Für einen Priester in der Pfarrei bedeutet das auch persönliches Engagement, um seinen Lebensunterhalt zu sichern, sei es durch Projektpartnerschaften, die Solidarität der Gläubigen oder auch über eine kleine Garten- und Landwirtschaft.“

Daneben gebe es Filialgemeinden, die sogenannten „Outstations“, die zum Teil sehr weit voneinander entfernt seien. Weil die meisten Gläubigen kein eigenes Fahrzeug hätten, spielten kleine christliche Gemeinschaften vor Ort eine große Rolle. Dabei träfen sich 15 bis 20 Familien einmal in der Woche zu einem Wortgottesdienst, einem Glaubensgespräch und Gebet. Das Gemeindeleben werde in vielen Outstations von Katechisten organisiert. Auch katholische Verbände und Organisationen prägten das Leben im Bistum, etwa der katholische Frauenbund (Wawata), die katholische Männergemeinschaft (Uwaka) oder das Jugendapostolat (Uvikambi). Darüber hinaus seien die Chorgemeinschaften, neben der Gestaltung der Liturgie, ein wichtiges Bindeglied für den Zusammenhalt.

Weihbischof Reder überreichte als Zeichen der Verbundenheit gelb-blaue Katholikentagsschals mit dem Aufdruck „Hab Mut, steh auf!“. Die Worte riefen dazu auf, „in den täglichen Herausforderungen der Pastoral nicht zu resignieren, sondern aufzustehen und mutig die Aufgaben anzugehen, zu denen Jesus uns ruft“. Der Weihbischof erhielt im Gegenzug ein geschnitztes Boot mit Menschen. „Denn wir sitzen in einem Boot und wollen uns gemeinsam in eine gute Zukunft bewegen“, erklärte Pfarrer Silverius Mwingira, in Schonungen und Unterspiesheim als Urlaubsvertretung bekannt, in fließendem Deutsch.

(3326/0777; E-Mail voraus)

Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet
 

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