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Jahr des Glaubens, Óbidos und Döpfner

Blick auf das Jahr 2013 im Bistum Würzburg – Feier der Partnerschaft in Óbidos am Amazonas – Visitationen in Dekanaten Karlstadt und Haßberge – 100. Geburtstag von Julius Döpfner – Bundesminister a. D. Klaus Töpfer spricht beim Diözesanempfang – Fränkische Passionsspiele in Sömmersdorf

Würzburg (POW) Das Bistum Würzburg steht im Jahr 2013 besonders im Zeichen des Jahres des Glaubens. Darüber hinaus erinnert die Diözese an den 100. Geburtstag von Julius Kardinal Döpfner (1913-1976). Eine große Reise steht für Bischof Dr. Friedhelm Hofmann und für zahlreiche Jugendliche an: die Fahrt an den Amazonas zur dortigen Feier der Partnerschaft zwischen dem brasilianischen Bistum Óbidos und Würzburg sowie zum Weltjugendtag in Rio de Janeiro. Weihbischof Ulrich Boom besucht in der ersten Augusthälfte erstmals das tansanische Partnerbistum Mbinga. Das gesamte Jahr 2013 stellt Bischof Hofmann unter das Motto „Dein Angesicht, Herr, will ich suchen“. Damit greift er zum 100. Geburtstag von Kardinal Döpfner den Psalmvers aus der letzten Rundfunkansprache des Kardinals auf.

Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr gibt Bischof Hofmann zum zweiten Mal einen Diözesanempfang in der Universität am Hubland in Würzburg. Prominenter Redner am Dienstag, 5. Februar, ist der ehemalige Unter-Generalsekretär der Vereinten Nationen und Bundesminister a. D. Professor Dr. Dr. Klaus Töpfer. Er spricht um 19 Uhr zum Thema „Der Mensch im Anthropozän – Verantwortung für die Schöpfung?“. Bischof Hofmann lädt dabei ein, gemeinsam über die Verantwortung für die Schöpfung nachzudenken und sich dazu miteinander auszutauschen. Zu dem Diözesanempfang werden Vertreter aus Kirche und Politik erwartet: Europa-, Bundestags- und Landtagsabgeordnete, Landräte, Bezirks- und Kreisräte, Bürgermeister und deren Stellvertreter, Mitglieder des Diözesanrats, Vorsitzende der Pfarrgemeinderäte, Kirchenpfleger, Vertreter der Caritas, das Präsidium der Universität Würzburg und der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt sowie Mitglieder der Theologischen Fakultät Würzburg. Organisiert wird der Diözesanempfang von der Katholischen Akademie Domschule und dem Caritasverband für die Diözese Würzburg.

Óbidos und Weltjugendtag

Die weiteste Reise des Jahres steht für Bischof Hofmann vom 16. bis 28. Juli an. Dann besucht er die neue Partnerdiözese Óbidos in Brasilien und feiert dort die Besiegelung der neuen Partnerschaft mit. Anschließend nimmt er mit rund 60 Jugendlichen aus dem Bistum Würzburg am Weltjugendtag in Rio de Janeiro teil. Rund 6000 Euro zugunsten der Teilnehmer am Weltjugendtag aus den Bistümern Würzburg und Óbidos hat bislang die Aktion „Sauberer Geldbeutel“ eingebracht, bei der ausländische Währung gesammelt und in Euro umgetauscht wird. Weitere Benefizveranstaltungen sind nach Angaben von Diözesanjugendpfarrer Thomas Eschenbacher derzeit in Vorbereitung. Er freue sich auch sehr auf die Einstimmung auf Brasilien beim diesjährigen diözesanen Weltjugendtag am Palmsonntag, der erstmals in der neuen Jugendkirche im Kilianeum gefeiert wird.

„Herr, zu wem sollen wir gehen?“, lautet das Motto des Nationalen Eucharistischen Kongresses vom 5. bis 9. Juni in Köln. Der Kongress will vor allem ein großes Fest des Glaubens sein. Veranstalter ist die Deutsche Bischofskonferenz, Ausrichter das Erzbistum Köln. Bischof Hofmann wird ebenso teilnehmen wie zahlreiche Katholiken aus dem Bistum Würzburg. Der Kongress ist das kirchliche Großereignis zum Gesprächsprozess „Im Heute glauben“ auf Bundesebene, der heuer das Schwerpunktthema Liturgie aufgreift und nach der „Verehrung Gottes heute“ fragt. Das Jahrestreffen zum Gesprächsprozess findet am 13. und 14. September in Stuttgart statt. Auf Bistumsebene läuft der Dialogprozess nach Angaben von Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand auf verschiedenen Ebenen weiter, sei es im Diözesanrat, im Priesterrat oder im Diözesanpastoralrat. 2013/14 soll eine „Landkarte des Erkundens“ entstehen. Dabei sollen Ideen in der Praxis getestet werden. Bei sogenannten „Kundschaftertagen“ können Ideen in der Seelsorge ausgetauscht werden. 2015 findet der Dialogprozess dann seinen Abschluss.

Kiliani-Wallfahrt wieder im Dom

Das Jahresmotto 2013 wird besonders die Kiliani-Wallfahrtswoche prägen, die am Samstag, 6. Juli, mit der Reliquienprozession beginnt. Die Festwoche im erneuerten Kiliansdom dauert bis 14. Juli. Während der Festwoche wird die Kunstaktion „Nimm Platz – für eine inklusive Kirche und Gesellschaft“ abgeschlossen, die seit September 2011 an verschiedenen Orten gezeigt wurde. Zeitgleich läuft die letzte Ausstellung der Kunstaktion in der Sparkasse Mainfranken vom 21. Juni bis 12. Juli.

Die Vorbereitungen der Fränkischen Passionsspiele Sömmersdorf für die Spielzeit 2013 haben bereits begonnen. Schirmherr der Fränkischen Passionsspiele ist Bischof Hofmann. Mit einer neuen Inszenierung und unter neuer Leitung wollen die knapp 400 Mitwirkenden aus dem 650-Einwohner-Dorf im Landkreis Schweinfurt „die Leidens- und Liebesgeschichte Jesu“ vom Einzug in Jerusalem bis hin zur Auferstehung neu erzählen. Insgesamt 18 Aufführungen finden vom 23. Juni bis 18. August statt.

Auf dem Visitationsplan von Bischof Hofmann und Weihbischof Ulrich Boom stehen das Dekanat Karlstadt in der Fastenzeit und das Dekanat Haßberge im November. Bischof em. Dr. Paul-Werner Scheele reist gleich zu Jahresbeginn vom 21. bis 28. Januar nach Rom zur Dialogkommission mit den Orientalisch-Orthodoxen Kirchen.

60 Jahre Familienbund in Würzburg

Der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Würzburg greift bei seiner Frühjahrsvollversammlung am 15. und 16. März auf dem Volkersberg die demographische Entwicklung auf dem Land auf. An seinem Geburtsort Würzburg feiert der Bundesverband des Familienbunds der Katholiken (FDK) zeitgleich am 15. und 16. März seinen 60. Geburtstag. Das Treffen beginnt mit einem Vortrag des früheren Bundesverfassungsrichters Professor Dr. Paul Kirchhof zur Frage der Gerechtigkeit gegenüber Familien und Erziehenden. Ein Festgottesdienst im Neumünster mit Bischof Hofmann und ein Festempfang beschließen die Feier. Bei seiner Herbstvollversammlung am 18. und 19. Oktober im Exerzitienhaus Himmelspforten dürfte der Diözesanrat auch den Startschuss für die Vorbereitungen zur Pfarrgemeinderatswahl am 16. Februar 2014 geben. Werkstattabende zur Vorbereitung auf die Pfarrgemeinderatswahl gibt es im Oktober und November im ganzen Bistum.

Besonders freut sich Bischof Hofmann auf den Advent 2013: Dann soll das neue katholische Gebet- und Gesangbuch für den deutschsprachigen Raum unter dem bekannten Namen „Gotteslob“ erscheinen. Als Vorsitzender der Unterkommission Gemeinsames Gebet- und Gesangbuch der Deutschen Bischofskonferenz hat Bischof Hofmann über ein Jahrzehnt sein Herzblut in die Erarbeitung des Werks gegeben: „Ich freue mich sehr, dass wir nach zehn Jahren intensiver Arbeit endlich in die Zielgerade einmünden. Die Herstellung verlangt eine logistische Meisterleistung. Jede Woche müssen bis zu 75.000 Exemplare fertiggestellt werden, etwa 3000 Tonnen Papier sind bereits bestellt.“ Zum besonderen Wert des künftigen Gebet- und Gesangbuches sagt Bischof Hofmann: „Das neue Gotteslob ist völlig neu konzipiert. Dennoch tritt es, im Sinn einer Kontinuität, die Nachfolge des über Jahrzehnte bewährten Gotteslobs an. Mit ihm teilt es nicht nur den Namen, sondern 50 Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil auch den Anspruch, den Gläubigen etwas Gültiges zeitgemäß an die Hand zu geben: zum Lob Gottes und zum Heil der Menschen.“ Das Gotteslob wird zentral in der Katholischen Bibelanstalt Stuttgart herausgegeben. Die Höhe der Erstauflage von 3,6 Millionen Exemplaren wurde anhand der bisherigen Vorbestellungen ermittelt.

Weihen und Aussendungen

Wieder im Kiliansdom finden heuer die Weihen der Priester und Diakone statt. Die Priesterweihe wird am Pfingstsamstag, 18. Mai, die Diakonenweihe der Priesteramtskandidaten am 28. September und die Weihe der Ständigen Diakone am 12. Oktober gefeiert. Der Termin der Aussendung für die neuen Pastoralreferenten steht noch nicht fest. Bei den Gemeindereferenten gibt es keine Beauftragung. Die Diakone kommen am 30. Juni zum Diakonentag im Passionsspielort Sömmersdorf zusammen. Die Bayernkonferenz der Ständigen Diakone findet heuer am 23. und 24. Oktober in Würzburg statt.

Anlässlich des 100. Geburtstags von Cläre Barwitzky am 19. Juni treffen sich Gemeindereferenten aus Würzburg und Erfurt sowie Studierende aus Freiburg in Erfurt. Barwitzky rettete während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Chamonix (Frankreich) mehrere jüdische Kinder vor dem Holocaust. Nach dem Krieg wirkte sie als Seelsorgehelferin in Saalfeld und Meiningen, im damaligen thüringischen Teil des Bistums Würzburg. Im Frühjahr 1989 starb sie. Am 19. Mai 1992 nahm die Würzburger Diözesanreferentin Edeltrud Hohmann stellvertretend für die Gemeindereferenten in Yad-Vashem die Ehrung für das Wirken von Cläre Barwitzky entgegen.

Caritas nimmt Familie in den Blick

Beim Caritasverband für die Diözese Würzburg steht die Jahreskampagne 2013 unter dem Slogan „Familie schaffen wir nur gemeinsam“. Familienrelevante und -politische Aspekte werden dabei in den Mittelpunkt gestellt. Der Auftritt der Diözese Würzburg bei der Mainfrankenmesse im Herbst 2013 lehnt sich an die Jahreskampagne der Caritas an: „Damit Familie gelingt“, heißt es am Stand des Bistums. Kleinere Jubiläen gibt es bei der Caritas in der Berufsschule für Logopädie Würzburg, die am 1. Februar ihr 10. Jubiläum feiert. 40 Jahre alt ist die Fachakademie Aschaffenburg, die Mitte März bei der Frühjahrstagung der Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Fachakademien für Sozialpädagogik feiert. Ebenfalls 40 Jahre alt ist heuer der Kreiscaritasverband Haßberge, auf 50 Jahre blickt der Verein Sankt Josef-Stift Eisingen und auf 60 Jahre das Haus für Kinder Sankt Hildegard in Würzburg zurück.

40 Jahre alt ist das Matthias-Ehrenfried-Haus in Würzburg. Am 13. Januar 1973 wurde es in der Bahnhofstraße als katholisches Bildungs- und Begegnungszentrum eröffnet. Das Jubiläumsjahr steht unter dem Motto „40 Jahre Matthias-Ehrenfried-Haus – 40 Jahre Zukunft“. Festlicher Höhepunkt ist am Sonntag, 21. April, um 10.30 Uhr ein Gottesdienst mit Bischof Hofmann in der Pfarrkirche Stift Haug. In den 40 Jahren hat sich das Haus zu einem kirchlichen Zentrum mit einem breit gefächerten Angebot entwickelt, das hohes Ansehen genießt.

In Sachen Umweltbildung geht die Diözese Würzburg weiterhin beispielhaft voran. Über 30 Männer und Frauen werden 2013 im Rahmen des bayernweiten Projektes „Klimaschutz braucht Bildung“ zu „Kirchlichen Umweltauditoren“ ausgebildet. Das Martinushaus in Aschaffenburg wird beim ökumenischen Stadtkirchentag am Pfingstmontag, 20. Mai, seine Umweltleistungen präsentieren. Die „Thüringer Hütte“ wird mit dem Projekt „Regionale Solarbildungszentren für Kinder und Jugendliche“ zum einzigen derartigen „Solarbildungszentrum“ in Bayern ausgebaut.

Mit der Sozialaktion „72 Stunden – Uns schickt der Himmel“ wartet der Diözesanverband Würzburg des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) auf. Der Einsatz tausender Jugendlicher findet vom 13. bis 16. Juni statt.

Ausstellungen im Museum am Dom

„Brundibár“ wird vom 13. bis 25. Februar in einer Zusammenarbeit mit der Würzburger Dommusik und dem Mainfranken Theater Würzburg im Museum am Dom zu sehen sein. Die Kinderoper wird durch einen komponierten Liedzyklus von Wilfried Hiller (Libretto von Alexander Jansen) ergänzt. Er heißt „Theresienstädter Tagebuch“. Um die Aufführungen gibt es ein Begleitprogramm, darunter eine Ausstellung mit Werken von Jehuda Bacon, der „Brundibár“ im Konzentrationslager Theresienstadt als Zuschauer erlebt hat.

In Würzburg und Aschaffenburg kommt das szenische Konzert „ordo virtutum“ zur Aufführung. Das Werk der neuen Kirchenlehrerin, der heiligen Hildegard von Bingen, führt das Ensemble für mittelalterliche Musik „Ars Choralis Coeln“ am 9. März um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche Sankt Adalbero in Würzburg und am 10. März um 19.30 Uhr in der Stiftsbasilika Aschaffenburg auf. Zur Einführung veranstaltet die Katholische Akademie Domschule Würzburg am 9. März eine Tagung „Die Seele ist symphonisch gestimmt. Hildegard von Bingen und ihr Spiel der Tugendkräfte“.

Die Ausstellung „Kritische Reflexion – Ostdeutsche Künstler in den Sammlungen“ gibt es vom 3. Mai bis 8. September im Museum am Dom. Ab 11. Oktober folgt die Ausstellung „Kreuzigung“ zum 10. Geburtstag des Museums am Dom, verbunden mit einer Tagung der Katholischen Akademie Domschule am 10. und 11. Oktober. Die Ausstellung wird wichtige Werke zum Thema aus der Kunst der Moderne und der Gegenwart versammeln. Die Tagung wird Fragen zur Bedeutung der Museen für die Gesellschaft nachgehen.

Historische Gedenktage und Jubiläen der Bischöfe

Historische Gedenktage im Bistum Würzburg haben heuer vor allem bedeutende Persönlichkeiten im Blick: Bereits am Dreikönigstag jährte sich der Geburtstag des Justitiars und Widerstandskämpfers Georg Angermaier zum 100. Mal. Der 100. Geburtstag von Angermaiers engstem Jugendfreund Julius Döpfner wird dann am 26. August bei einem Gottesdienst in der Neumünsterkirche gefeiert (siehe eigener Bericht). Der Kiliansdom selbst kann heuer das 825. Jubiläum der Konsekration feiern. Im Jahr 1188 wurde der Bau der Kathedralkirche eingeweiht.

Persönliche Jubiläen stehen schließlich bei zwei Bischöfen an: Bischof em. Dr. Paul-Werner Scheele wird am 6. April 85 Jahre alt. Seinen 80. Geburtstag kann Weihbischof em. Helmut Bauer am 18. März feiern und sein 25. Jubiläum der Bischofsweihe am 14. Oktober.

(0213/0042; E-Mail voraus)

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