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Mbinga jetzt schneller zu erreichen

Vielfältige Fortschritte im tansanischen Partnerbistum – Weitere Kaffeebauernkooperative interessiert sich für Fair-Trade-Zertifizierung

Würzburg/Mbinga (POW) Die afrikanische Partnerdiözese Mbinga ist nach den Worten von Klaus Veeh von der Diözesanstelle Mission-Entwicklung-Frieden ein Stück näher an die globalisierte Welt herangerückt. Bei seinem jüngsten Besuch in Tansania befuhr er erstmals die in nur zweieinhalb Jahren Bauzeit fertiggestellte Teerstraße von Songea nach Mbinga. Für die rund 95 Kilometer lange Strecke habe er früher immer mehr als zweieinhalb Stunden gebraucht. „Jetzt kann man diese Strecke risikolos in einer guten Stunde bewältigen, egal ob in der Regen- oder der Trockenzeit.“

Veeh nahm in Mbinga an der Einweihung der neuen Klosterrundkirche der Vinzentinerinnen durch Bischof John C. Ndimbo teil. Sie ist den Gründerheiligen der Ordensgemeinschaft, Vinzenz von Paul und Marie-Luise von Marillac, geweiht und fasst rund 700 Personen. Die bisherige Klosterkirche war im Lauf der Jahre zu klein geworden. An dem Festgottesdienst nahmen neben zahlreichen Gläubigen aus dem Bistum Mbinga unter anderem die 206 einheimischen Schwestern, die aus Untermarchtal angereiste Generalvikarin der Gemeinschaft, Schwester Anna-Luisa Kotz, Bischof em. Dr. Emmanuel Mapunda sowie Pater Polykarp Uehlein teil.

Deutliche Fortschritte zu verzeichnen hat der Ausbau der Pfarrei des früheren Bischofssekretärs Father Kevin Haule in Myao. „Mittlerweile ist das Pfarrhaus bezogen und der Rohbau des Schwesternhauses bereits verputzt und mit einem Dach versehen“, erklärt Veeh. Die Ordensfrauen freuten sich bereits darauf, sich in der Pfarrei zu engagieren. Geplant seien ein Kindergarten und eine Krankenstation.

Father Silverius Mwingira habe in seiner neuen Pfarrei Nkile in den vergangenen vier Monaten ebenfalls große Fortschritte gemacht. „Mit der geballten Kraft seiner Pfarreihelfer hat er innerhalb kürzester Zeit eine fünf Kilometer lange Wasserleitung aus den Bergen zu seiner Pfarrei gelegt“, sagt Veeh. Die Leute aus der Pfarrei hätten ihm gegenüber immer mit großer Freude gesagt: „Wasser ist Leben.“ Erleichtert seien sie nicht zuletzt, weil sie jetzt keine weiten Wege mehr gehen müssen, um sauberes Trinkwasser für sich und ihre Familien zu bekommen. Dank der Diözese Mbinga, die drei Solarpanele gespendet hat, habe die Pfarrei jetzt auch Licht und Strom.

Die integrative Grundschule für Albinos und die Grundschule Mahela besuchte Veeh ebenfalls. „In beiden Schulen war ich sehr positiv überrascht, dass genügend Lehrer tätig, ausreichend Lehrmaterial und eine engagierte Grundstimmung vorhanden waren.“ Was in beiden Einrichtungen knapp sei, seien Unterrichtsmaterialien wie Karten und Bücher, für die das Geld fehle. Besonders wichtig sei auch der Bau eines Wohnheims für die Albinos, die momentan in total beengten Verhältnissen leben. „In dem Zimmer mit zwölf Stockbetten leben die 24 aufgenommenen Albino-Kinder – ohne jeden Schrank nur mit jeweils einer kleinen Ablage am Bett.“ Die sanitären Einrichtungen müssen sie sich mit den Kindern des Kindergartens teilen, die ihrerseits schon wenig Platz haben. „Hier besteht dringender Handlungsbedarf, obwohl die Kinder sehr froh sind, dass sie momentan schon eine so sichere Bleibe haben.“

Abschließend nahm Veeh an der Sitzung des Trägervereins des diözesanen Krankenhauses von Litembo teil. „Es wurde der Beschluss gefasst, eine Krankenpflege- und Laborschule zu errichten, damit zukünftig dem Personalmangel im Krankenhaus und der ganzen Region vorgebeugt werden kann.“ Gesetzliche Vorgaben machten die Erweiterung zu einer teuren Angelegenheit, da es strenge Richtlinien für Unterkunft und Unterricht gibt: Neben den für Mädchen und Jungs getrennten „Wohnheimen“ sind acht Unterrichtsräume und Verwaltungsgebäude für die Schule notwendig. Father Raphael Ndunguru, Verwalter des Krankenhauses, habe sich zuversichtlich gezeigt, dass das Projekt dank der Unterstützung durch das Bistum Würzburg und Misereor sowie in Kooperation mit den Diözesen Paderborn, Köln und Augsburg in den kommenden Jahren verwirklicht werden könne.

Glücklich ist Veeh auch, dass es ihm in Zusammenarbeit mit Father Lukas Komba, dem Verwaltungsleiter der Diözese Mbinga, gelungen sei, eine weitere Kooperative von Kleinbauern für die Fair-Trade-Zertifizierung für den Würzburger Partnerkaffee zu interessieren. Dieses Projekt sei wichtig, da die Finanzmittel, die in der Region erwirtschaftet werden können, zu fast 100 Prozent aus dem Verkauf der dort wachsenden jährlich rund 15.000 Tonnen Rohkaffee stammten, betont Veeh. „Jedes Pfund fair gehandelten Kaffees, das wir bei uns verbrauchen, trägt dazu bei, die Lebensqualität in Mbinga zu verbessern.“ Nähere Informationen zu den Projekten bei: Diözesanstelle MEF, Klaus Veeh, Kürschnerhof 2, 97070 Würzburg, Telefon 0931/38665121, E-Mail klaus.veeh@bistum-wuerzburg.de.

(1113/0273; E-Mail voraus)

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