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Neues Finanzierungskonzept kam gut an

Für ein Rindermastprojekt im Senegal hat die Katholische Landvolkbewegung (KLB) Würzburg schnell Investoren gefunden – Bauarbeiten laufen bereits

Würzburg (POW) Als Erfolgsmodell hat sich das neue Finanzierungskonzept der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) erwiesen: Nach nur wenigen Wochen hatten die Verantwortlichen in der Diözese Würzburg das Geld für ein Rindermastprojekt in der senegalesischen Partnerdiözese Kaolack beisammen. In dem kleinen Ort Sing Sing entsteht nun mit einem Aufwand von rund 42.000 Euro ein Modellprojekt für die gesamte Region. Mit 20 Tieren will die MARCS, die senegalische Partnerorganisation der KLB, an den Start gehen. Das dafür benötigte Grundstück ist bereits gekauft, die Bauarbeiten sind im Gange.

Das erstmals von der KLB erprobte Finanzierungskonzept sieht so aus: Das Projekt wird nicht wie sonst über Spenden finanziert, sondern weitgehend über Darlehen. Das bedeutet: Wer hier investiert, kann im Erfolgsfall sein Geld zurückbekommen. Insgesamt 18 Personen ließen sich überzeugen, ihr Geld im Senegal anzulegen, bis zu 5000 Euro haben die Investoren eingebracht. Nach einem Bericht im Würzburger katholischen Sonntagsblatt hatten sich sogar etliche Interessenten gemeldet, die bislang keinen Kontakt zum Landvolk hatten.

„Ich bin immer optimistisch, wenn ich ein neues Projekt angehe“, erklärt dazu Gerd Schneider. Der KLB-Diözesanvorsitzende aus Euerfeld (Landkreis Kitzingen) hat gemeinsam mit Landvolkseelsorger Wolfgang Scharl das Projekt entscheidend vorangetrieben. „Aber ich war überrascht von der großen Bereitschaft, im Senegal finanziell einzusteigen“, freut sich Schneider.

Er betont, dass bei dem Vorhaben auf Nachhaltigkeit und Regionalität geachtet werd und es sich um keine Massentierhaltung handele. Die Bullen sind während der Trockenzeit in festen Freilaufställen untergebracht. Während der Regenzeit werden sie von einem Hirten auf die Weide getrieben. Das Futter wie Hirse, Mais oder Guineagras wird auf dem Bauernhof selbst produziert, sagt der Projektleiter im Senegal, Michel Doudou Sène. „Wir werden jedes Jahr auf einer Fläche von fünf bis zehn Hektar Futtermittel anbauen“, erklärt er. Das Saatgut wird von Bauern der MARCS zur Verfügung gestellt.

Die Anschubfinanzierung in Höhe von 10.000 Euro haben die KLB Würzburg und Augsburg übernommen. Nach dem Grunderwerb vor gut einem Monat konnten die Planierarbeiten beginnen. Dafür hat die KLB Würzburg 10.000 Euro aus dem Darlehenstopf überwiesen. Im April gehen die nächsten 9000 Euro in den Senegal, die vor allem für den Bau von Stallungen eingesetzt werden. Die letzte Rate in Höhe von 13.000 Euro soll im Juni kommen. Dafür werden die Tiere und die notwendigen Gerätschaften angeschafft.

Der Gewinn aus dem Projekt soll langfristig zur Eigenfinanzierung der Arbeit der MARCS beitragen. Bereits nach dem ersten Mastzyklus von drei Monaten werden die ersten Einnahmen erwartet. Die Rückzahlung der ersten Rate an die Investoren aus Deutschland ist ein Jahr nach Inbetriebnahme geplant. Wenn alles nach Plan läuft, sollen sie nach sechs Jahren ihr Geld zurück haben.

ws (KLB)

(1321/0324; E-Mail voraus)

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